VG Sitzung in Schüttorf – Reichlich Zankäpfel

Christian_2018

16. Januar 2022

Kontrovers und weitgehend ergebnislos verlief der Verbandsgruppentag am 15.01.2022 in Schüttorf. Der Vorsitzende Alfred Bramkamp lehnt vorzeitige Neuwahlen des gesamten Vorstandes ab, die offenen Stellen im Vorstand bleiben offen. Wenn es überhaupt eine grundlegende Neuausrichtung geben wird, dauert sie bis 2023. Dann endet die laufende Amtsperiode des Vorsitzenden.

Im Streit um Termine, Fristen, Datenschutz und Protokolle zeigt sich das schleichende Zerwürfnis zwischen einzelnen Clubs und dem Vorsitzenden. Wortführer der “Opposition” sind Stefan Wilken und Christian Schneider. Beide sind in der laufenden Wahlperiode aus dem Vorstand der VG zurückgetreten, bei beiden spielt das Verhalten des Vorsitzenden dabei eine maßgebliche, wenn auch nicht offen geäußerte Rolle. Ihr Generalvorwurf an Alfred lautet: Mangelnde Kommunikation im Vorstand und gegenüber den Clubs, Desinteresse und Passivität in der Amtsführung. Die entsprechenden Vorfälle ziehen sich z.T. über Jahre, sind eindeutig benannt, in der Sache unbestritten und an etlichen Beispielen zu verdeutlichen. Für Alfred sind es punktuelle Versäumnisse, für die er sich freundlich entschuldigt.

Vor diesem Hintergrund war die Stimmung auf dem Verbandsgruppentag wenig erfreulich. Stressfrei konnte man darüber informieren, dass es eine Verbandsliga mit voraussichtlich 14 Mannschaften geben wird. Gut geklappt hat auch die Einführung der digitalen Verbandsmeldung über SkatGuru. In der Terminplanung steht die Vorrundenwettbewerbe in Einzel, Tandem und Mannschaft an. Sie werden alle mit elektronischer Listenführung gespielt. Rheine wird am 4.6. eine Vorrunde zum Städtepokal anbieten und plant fürs Jahresende ein Turnier des Clubs. Auch Greven möchte sein traditionelles Karfreitagsturnier machen. Damit endete dann auch der Konsens.

Weiterhin offene grundsätzliche Fragen zum DSkV Portal, wann welche Daten von wem mit welcher Berechtigung eingespielt worden sind und vor welchem Hintergrund der Deutsche Skatverband grundsätzlich  davon ausgehen darf, dass alle Mitglieder eines Clubs automatisch zum DSkV gehören, wenn nur ein einziges Mitglied dort gemeldet ist, bleiben offen. In dem Zusammenhang geäußerte Kritik über die widersprüchlichen Aussagen zum Teilnehmerkreis einer Schulungsveranstaltung verhallte. Die Widersprüchlichkeit war ein “Missverständnis”. 

Die Wahlen der offenen Vorstandspositionen waren relativ ergebnislos. Ein neuer Schriftführer ist gefunden, einen Kassierer gibt es ebensowenig wie einen Spielleiter oder einen stellv. Vorsitzenden. Der Vorsitzende wird diese Ämter in Personalunion mit ausfüllen.

Ein Eventaulantrag, den Vorstand neu zu wählen, wenn die offenen Posten nicht besetzt werden, wurde vom Vorsitzenden abgelehnt. Der Antrag wurde zu spät gestellt. Dieser (ggf. zu prüfende) Sachverhalt war aber auch nicht wichtig, weil der Vorsitzende vorzeitige Neuwahlen ohnehin ausschließt. 

Im Ergebnis steht die VG 44 in der laufenden Wahlperiode also vor folgender Situation: Der Schriftführer I ist zurückgetreten, der Schriftführer II ist zurückgetreten. der Kassierer und stellv. Vorsitzende ist zurückgetreten. Einen Spielleiter mit dem Schwerpunkt “Tablet” gibt es nicht. Der Vorsitzende ist jetzt Vorsitzender, Kassierer und Spielleiter in Personalunion. Ihm zu Seite stehen ein Seniorenbauftragter, ein Jugendbeauftragter, eine Damenbeuaftragte und ein Schiedsrichterobmann. Außerdem ein neuer Schriftführer.

Bei allem Respekt für das Amt eines Vorsitzenden und bei allem Verständnis für die handelnden Personen erscheint es doch sehr fraglich, ob diese Situation wünschenswert oder auch überhaupt nur vertretbar ist.

 

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